Marketing Funnel mit Digital Signage umsetzen: 5 Tipps
Zuletzt aktualisiert am: 03.03.2026
Der Marketing Funnel bildet die strategische Basis deiner Werbemaßnahmen und bietet einen Anhaltspunkt für die Wahl relevanter Kanäle. Darüber hinaus ist der Marketing Funnel eine effektive Methode, um die Conversions zu fördern – und das ist auch notwendig, denn immerhin geben 22 % der Unternehmen an, dass sie mit der Anzahl ihrer Conversions unzufrieden sind.
Nachfolgend gehen wir darauf ein, wie Digital Signage Lösungen mit dem Marketing Funnel kombinierbar sind und was bei der Umsetzung zu beachten ist.
MEHR ZU MARKETING MIT DIGITAL SIGNAGE:
In diesem Artikel:
- Exkurs: Was ist der Marketing Funnel?
- Der Marketing Funnel am Beispiel einer Website
- Der Marketing Funnel mit Blick auf Digital Signage: 5 Tipps
- Die Herausforderung des Marketing Funnels
Das Wichtigste zusammengefasst:
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Digital Signage kann gezielt entlang des Marketing Funnels eingesetzt werden, etwa zur Aufmerksamkeit am Eingang (TOFU), zur Produktinformation im Store (MOFU) und zur direkten Bestellung oder Produktsuche (BOFU).
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Interaktive Displays reduzieren Abbrüche im Kaufprozess, da Kunden fehlende Produkte, Größen oder Varianten direkt im Geschäft recherchieren oder bestellen können.
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Visuelle Inhalte, Gamification oder Countdowns steigern Aufmerksamkeit und Engagement, wodurch Besucher stärker durch die einzelnen Funnel-Phasen geführt werden.
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Strategisch platzierte Displays verbinden Inspiration, Information und Conversion und machen Digital Signage zu einem aktiven Bestandteil der Customer Journey im stationären Umfeld.
Exkurs: Was ist ein Marketing-Funnel?
Der Marketing Funnel bildet die Berührungspunkte von Zielgruppen ab, die sie bis zum Kauf oder der Kontaktaufnahme haben. Die Customer Journey ist eine der bekanntesten Varianten davon und unterteilt die Berührungspunkte in die Phasen ToFu (Top of the Funnel), MoFu (Middle of the Funnel) und BoFu (Bottom of the Funnel).

Bekannt ist auch der Sales Funnel nach dem AIDA-Modell. Dieser verfolgt die Kundenreise nicht wie die Customer Journey, sondern berücksichtigt nur den Weg vom Erstkontakt bis zum Kauf. Die Abbildung ist also weniger detailliert.

Die Phasen der Customer Journey im Überblick
Top of the Funnel (ToFu)
In dieser Phase haben potenzielle Kunden erste Berührungspunkte mit deinem Unternehmen bzw. mit der Werbung. Sie möchten noch keine genauen Informationen zu den Produkten oder Dienstleistungen, sondern entwickeln ein Bewusstsein für deine Marke und erkennen möglicherweise ihren Bedarf an deinem Angebot. Beispiele sind Content Marketing, Plakate oder Schaufensterwerbung.
Middle of the Funnel (MoFu)
Empfindet die Zielgruppe deine Werbung als ansprechend, wird ihr Interesse geweckt. Es folgen Recherchen zum Produkt und potenzielle Kunden möchten mehr Informationen. Je nach Produkt oder Branche befinden sich Zielgruppen unterschiedlich lange in dieser Phase, denn sie vergleichen verschiedene Angebote oder wägen die Kaufentscheidung nach individuellen Kriterien ab.
Bottom of the Funnel (BoFu)
Ganz unten im Verkaufstrichter befinden sich Personen, die von deinem Angebot überzeugt sind und kurz vor der Conversion (Käufe oder Kontaktaufnahmen) stehen. Zielgruppen in dieser Phase haben ein hohes Umsatzpotenzial und werden wahrscheinlich zu Leads.
Der Marketing-Funnel am Beispiel einer Website
TOFU: Ratgeber zu “Was ist Digital Signage?”
MOFU: Sicherheitsinformationen, Preisinfos, Ratgeber zu “Digital Signage Content-Ideen für Immobilienmakler”, Gratis-Webinar zur Erklärung der jeweiligen Software
BOFU: Seiten zu den verschiedenen Anwendungsbereichen, Case Studies, Galerien/Showrooms
Wichtig: Die Customer Journey ist keine Einbahnstraße. Kunden springen zwischen den verschiedenen Phasen und interessieren sich möglicherweise für TOFU-Content, obwohl sie schon kurz vor der Kontaktaufnahme oder Kaufentscheidung stehen. Deshalb ist es wichtig, alle Phasen der Customer Journey gleichermaßen zu priorisieren, um einen transparenten Informationsfluss über den gesamten Funnel hinweg zu gewährleisten.
Der Marketing-Funnel mit Blick auf Digital Signage
Verschiedene Content-Formate nutzen
Der Sales Funnel nach dem AIDA-Modell beschreibt treffend, was bei der ersten Phase im Vordergrund steht: Awareness. Und um diese zu erzeugen, eignet sich Digital Signage ideal. Ob mit Videos, Bildern, Social Feeds, Countdowns oder Sprachausgabe, digitale Displays versprechen deinem Unternehmen viel Reichweite und fördern die Interaktion mit Zielgruppen durch verschiedene Content-Formate. Hierzu ein paar Beispiele:
Digital Signage Displays strategisch einsetzen
Digital Signage unterstreicht Werbebotschaften mit ansprechenden Visuals und weckt Neugier mit Countdowns oder Gamification-Elementen. Das nachfolgende Beispiel (Bekleidungsgeschäft) zeigt, wie Unternehmen ihre Zielgruppen über verschiedene Phasen der Customer Journey erreichen:
TOFU: Über Display-Werbung am Eingang gewinnen die neuesten Trends mehr Aufmerksamkeit und Kunden finden Inspiration für ihre Shopping-Tour.
MOFU: Durch die interaktiven Eigenschaften von Digital Signage können sich Kunden über Produkte informieren. Interactive Signage-Lösungen ermöglichen hierbei die eigenständige Produktsuche und Informationsbeschaffung im Store.
BOFU: Über Scanner im Geschäft können Kunden ein Produkt in ihrer Größe suchen und direkt bestellen.
Interactive Signage: Weniger “Austritte” aus dem Funnel
Bleiben wir beim Beispiel eines Kleidungsgeschäftes: Wenn ein Kleidungsstück nicht in der gewünschten Farbe oder Größe verfügbar ist, schauen sich viele direkt bei der Konkurrenz um. Doch mit den interaktiven Such- und Bestellfunktionen von Digital Signage finden potenzielle Kunden die gewünschten Artikel vor Ort. Somit gibt es auch weniger “Austritte” aus dem Funnel und es können neue Berührungspunkte durch eigenständige Suchanfragen erschlossen werden.
Interactive Signage ist zugleich ein Sales-Booster, denn viele Interessenten fragen die Angestellten in einem Store nicht nach einem Artikel in einer anderen Größe und gehen weiter. Die Suchfunktion von interaktiven Displays bewegt Interessenten hingegen dazu, eigenständig nach einem Artikel zu suchen und ihn anschließend online zu kaufen. Die Software von FRAMR. ergänzt hierbei sogar Suchanfragen, um mehr Vorschläge anzuzeigen.
Wichtig: Von Interactive Signage-Lösungen profitiert nicht nur der Retail, sondern auch Restaurants und Immobilienmakler. Jede Branche, in der Zielgruppen eigenständig etwas suchen, buchen, kaufen oder bestellen können, zieht einen Nutzen.



Gewinne potenzielle Kunden mit Gewinnspielen
Nutze Digital-Signage-Gewinnspiele zu deinem Vorteil und gewinne Neukunden, die sonst nicht mit deinem Unternehmen interagieren würden. Wir empfehlen eine strategisch vorteilhafte Platzierung der Displays, beispielsweise am Eingang, um viele Personen zu erreichen. Über die Displays können Interessenten direkt am Gewinnspiel teilnehmen und Unternehmen erheben wichtige Daten, die sie beispielsweise für das Newsletter-Marketing verwenden können.
Nutze Social Signals
Mit Digital Signage kannst du QR-Codes und Social-Media-Verlinkungen platzieren, damit sich Zielgruppen zu einem späteren Zeitpunkt mit deinem Unternehmen befassen. In diesem Fall ist Digital Signage der erste Berührungspunkt für die darauffolgende Online-Marketing-Customer Journey, denn Zielgruppen nehmen deine Werbung als ansprechend wahr und können sich zu einem späteren Zeitpunkt damit in Ruhe befassen.
Profitiert jede Branche von einem Digital Signage-Marketing-Funnel?
Unser Team hat bereits mehr als 200 Kunden aus verschiedenen Branchen betreut. Dabei kamen Digital-Signage-Lösungen in allen Phasen der Customer Journey zum Einsatz und wurden für verschiedene Ziele verwendet, sei es für die Markenkommunikation, Sales-Förderung oder zur Verbesserung des Kundensupports.
Die Frage ist daher weniger, ob eine Branche von Digital Signage profitiert, sondern wie. Es kommt auf die individuellen Ziele, die Kunden und Einsatzbereiche an. Beispiel: Für die Mitarbeiterkommunikation findet der klassische Sales Funnel keine Anwendung, aber Unternehmen schaffen trotzdem strategische Berührungspunkte mit Digital Signage, damit sich Mitarbeiter für Events anmelden.
Auch strategische Aspekte wie die Standortwahl sind ein relevanter Faktor. Im Kern musst du also deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse sowie auch die Einstiegspunkte in die Customer Journey kennen, um darauf basierend einen individuellen Sales Funnel aufzubauen.
Zudem empfehlen wir, Digital Signage-Lösungen als Teil einer ganzheitlichen Strategie zu integrieren, die beispielsweise Displays und Online-Marketing verknüpft. Die bereits erwähnten Social-Media-Integrationen sind ein gutes Beispiel dafür. So kommt deine Zielgruppe über verschiedene Berührungspunkte in Kontakt mit deinem Unternehmen.
Individuelle Anwendungsszenarien?
In diesem Artikel beschränken wir uns auf Beispiele für den Handel. Du kannst aber das Funnel-Prinzip in vielen Branchen anwenden. Wenn du dazu eine Hilfestellung benötigst, kannst du uns gerne für eine kostenlose Beratung kontaktieren.
Herausforderungen des Sales Funnels
Zielgruppen springen ab
Viele Zielgruppen schaffen es nicht über die erste Phase hinaus. Grund dafür ist eine zu schwache Positionierung im Wettbewerb. Ansprechende Werbebotschaften reichen nicht aus, wenn sie keine eigene Sprache oder Alleinstellungsmerkmale hervorheben. Unternehmen scheitern aber auch daran, dass sie ihre Zielgruppe zu Handlungen bewegen und sie weiter im Funnel voranbringen, beispielsweise über Call-to-Actions.
B2B vs. B2C
Zielgruppen befinden sich unterschiedlich lange in den jeweiligen Phasen der Customer Journey. Das liegt daran, dass die Kaufentscheidung bei günstigen Produkten schneller fällt als bei hochpreisigen Dienstleistungen. Vor allem B2B-Zielgruppen benötigen ausreichend Informationen, bevor sie eine finale Entscheidung treffen.
Beispiel: Günstige Alltagsprodukte finden viele Impulskäufer, die eine schnelle Entscheidung treffen. Das Produkt ist nämlich günstig und Interessenten benötigen wenig Informationen für die Kaufentscheidung.
Die Kontaktaufnahme zu einem Dienstleister dauert hingegen länger. Hierzu möchten sich Zielgruppen erstmal über Preise, Alternativen und Referenzen informieren. Mit Digital Signage förderst du Kontaktanfragen für dein Unternehmen, denn Displays vermitteln ein ansprechendes Gesamtbild und Slideshows können wie ein Funnel mit für Zielgruppen relevante Informationen aufgebaut werden.






