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Digital Signage: Das ist rechtlich zu beachten | DSGVO & Lizenzen 994 537 Sebastian Loos

Digital Signage: Das ist rechtlich zu beachten | DSGVO & Lizenzen

Die Rechtslage zu Digital Signage-Anwendungen

Artikel zuletzt aktualisiert am: 12.10.2026

Inhaltsverzeichnis:

  1. Datenschutz
  2. Lizenzrechte
  3. Vorschriften zu Außenwerbung 
  4. Werbeverbote, Transparenz und Barrierefreiheit 

 

Mit Blick auf die Digitalisierung sind einige rechtliche Aspekte zu beachten. Auch bei der Nutzung von Digital Signage. In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten rechtlichen Anforderungen an Digital Signage – vom Datenschutz über Lizenzrechte bis hin zu Außenwerbung und Barrierefreiheit.

Disclaimer: Die nachfolgenden Ausführungen geben einen allgemeinen Überblick über die Rechtslage mit Stand vom 12.10.2026. Sie ersetzen aber keine individuelle Rechtsberatung. Mit Blick auf die nachfolgenden Ausführungen sind Nutzer selbst verantwortlich für den korrekten, rechtlich einwandfreien Einsatz von Digital-Signage-Lösungen. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Das gilt es datenschutzrechtlich zu beachten

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden. Bei Digital Signage ist das beispielsweise der Fall, wenn Anwendungen Nutzerdaten erfassen, interaktive Funktionen persönliche Angaben abfragen oder externe Dienstleister Daten im Auftrag verarbeiten. Die drei nachfolgenden Szenarien sind dabei besonders relevant.

 

Szenario 1: Datenspeicherung über Bewegungssensoren

Die DSGVO greift bei der Verarbeitung personenbezogener Daten durch Bewegungssensoren, Kameras oder Tracking-Technologien. Betreiber benötigen dafür eine geeignete Rechtsgrundlage, beispielsweise eine Einwilligung oder ein berechtigtes Interesse. Zudem müssen sie die Datenverarbeitung transparent gestalten und angemessene Sicherheitsmaßnahmen treffen. Bei der ausschließlichen Verarbeitung von vollständig anonymisierten Daten findet die DSGVO keine Anwendung.

 

Szenario 2: Datenspeicherung über interaktive Nutzung

Erfahrungsgemäß nutzen viele Unternehmen Digital Signage für Gewinnspiele und Umfragen. Werden dabei personenbezogene Daten erhoben, müssen die Vorgaben der DSGVO eingehalten werden. Dazu gehört insbesondere, die Teilnehmer über Zweck, Umfang und Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung zu informieren. Dies kann über einen Datenschutzhinweis am Display und eine leicht zugängliche Datenschutzerklärung erfolgen.

Ob zusätzlich eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich ist, hängt vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Beispielsweise ist für die Nutzung der Kontaktdaten zu Werbezwecken regelmäßig eine gesonderte Einwilligung notwendig.

 

Szenario 3: Datenspeicherung über Drittanbieter

Cloud-Computing ist eine gängige Methode zur Speicherung und Verwaltung von Signage-Inhalten. Werden dabei personenbezogene Daten verarbeitet, müssen Unternehmen die Einhaltung von Datenschutzvorgaben sicherstellen. Verarbeitet der Cloud-Anbieter diese Daten im Auftrag, ist in der Regel ein Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO erforderlich. Darüber hinaus sollten Unternehmen auf angemessene Sicherheitsmaßnahmen und die Einhaltung der Vorgaben für internationale Datenübermittlungen achten.

 

Cybersecurity-Pflichten

Seit dem 1. August 2025 gelten für bestimmte Geräte mit Funktechnologien wie WLAN oder Bluetooth zusätzliche Cybersicherheitsanforderungen nach der EU-Funkanlagenrichtlinie (RED). Diese betreffen insbesondere den Schutz von Netzwerken, personenbezogenen Daten und vor Betrug. Die Anforderungen richten sich vor allem an Hersteller und andere verantwortliche Wirtschaftsakteure. Betreiber sollten beim Einsatz von Digital Signage zusätzlich auf regelmäßige Sicherheitsupdates, sichere Netzwerke und geeignete Zugriffskontrollen achten.

 

Lizenzrechtliche Aspekte

Der primäre Nutzen von Digital Signage besteht darin, Inhalte zu erstellen und zu zeigen. Und für die Contenterstellung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die meisten Digital Signage-Anbieter stellen zwar ihr eigenes CMS zur Verfügung, aber das reicht meistens nicht aus. Das CMS stellt nämlich primär die Kompatibilität mit Inhalten sicher, eignet sich aber weniger für den Erstellungsprozess. Deshalb greifen Unternehmen zu SaaS-Anwendungen wie Canva.

Hierbei sind lizenzrechtliche Vorschriften zu beachten. Je nach Abo-Modell, ist die kommerzielle Nutzung von Inhalten erlaubt oder untersagt. Das ist aber immer im Einzelfall zu prüfen. Anbieter stellen hierfür Informationen auf ihrer Website bereit. 

 

Außenwerbung

Digital Signage für den Outdoor-Bereich erfordert unter Umständen eine Genehmigung durch die zuständige Behörde. Grundsätzlich darf Außenwerbung nicht die Verkehrssicherheit beeinträchtigen, den Blick auf Verkehrsflächen erschweren oder als störend wahrgenommen werden. Weitere Anforderungen bestimmt das jeweilige Land.

In Deutschland hängt die Genehmigungspflicht für digitale Außenwerbung von den jeweiligen Landesbauordnungen und kommunalen Vorschriften ab. Kleinere Werbeanlagen können unter bestimmten Voraussetzungen genehmigungsfrei sein. Dies gilt jedoch nicht automatisch für digitale Kundenstopper oder Werbestelen.
Insbesondere bei der Aufstellung auf öffentlichen Gehwegen kann zusätzlich eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich sein. Auch genehmigungsfreie Anlagen müssen geltende Vorschriften zur Verkehrssicherheit und Gestaltung einhalten. Unternehmen sollten die Anforderungen daher vor der Installation mit der zuständigen Behörde klären.

 

Energieverbrauch und Betriebszeiten

Im Zuge der Energiekrise wurden in einigen europäischen Ländern zeitweise Einschränkungen für beleuchtete Werbeanlagen eingeführt. Diese Maßnahmen waren jedoch befristet und gelten heute nicht mehr allgemein für Digital-Out-of-Home-Anwendungen. Für Digital Signage gelten daher in erster Linie lokale Bau- und Werbevorschriften. In Österreich werden Außenwerbeanlagen überwiegend über Landesbauordnungen und kommunale Genehmigungen geregelt.

Typische Anforderungen betreffen:

  • Blendefreiheit und Verkehrssicherheit,

  • automatische Helligkeitsanpassung von Displays,

  • mögliche zeitliche Beschränkungen für beleuchtete Werbung, beispielsweise während der Nachtstunden. Die zulässigen Betriebszeiten hängen von den örtlichen Vorschriften und der jeweiligen Genehmigung ab.

Unternehmen sollten daher vor der Installation prüfen, welche kommunalen Vorschriften am jeweiligen Standort gelten.

 

Werbeverbote, Transparenz und Barrierefreiheit

Bei der Gestaltung von Digital Signage-Werbung sind bestimmte rechtliche Vorgaben zu beachten. In Deutschland bildet unter anderem das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) eine wichtige Grundlage. Verboten sind beispielsweise irreführende Werbeaussagen oder unzulässige Schleichwerbung.

Vergleichende Werbung mit Produkten oder Dienstleistungen von Mitbewerbern ist grundsätzlich erlaubt, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Besondere Einschränkungen gelten unter anderem für:

  • Tabakwerbung
  • Werbung für Heilmittel und Arzneimittel
  • Glücksspielwerbung
  • Werbung, die sich gezielt an Kinder richtet

Darüber hinaus müssen bestimmte Berufsgruppen (z. B. Ärzte und Rechtsanwälte) zusätzliche berufsrechtliche Werbevorschriften berücksichtigen.

 

Digital Services Act (DSA)

Der Digital Services Act (DSA) regelt unter anderem Transparenzpflichten für digitale Vermittlungsdienste und Online-Plattformen. Dazu gehören beispielsweise Vorgaben zur Kennzeichnung von Werbung und zum Umgang mit rechtswidrigen Inhalten. Für klassische Digital Signage-Anwendungen, bei denen Unternehmen eigene Inhalte auf ihren Displays ausspielen, gelten diese Vorschriften nicht automatisch. Relevant werden sie insbesondere dann, wenn ein Anbieter Dienste betreibt, die in den Anwendungsbereich des DSA fallen.

 

Barrierefreiheit

Seit dem 28. Juni 2025 gelten in Deutschland mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) zusätzliche Anforderungen an bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Im Bereich Digital Signage können bestimmte interaktive Selbstbedienungsterminals betroffen sein, beispielsweise Zahlungsterminals sowie bestimmte Informations- und Check-in-Terminals.

Nicht jedes digitale Display fällt automatisch unter das Gesetz. Unabhängig von gesetzlichen Verpflichtungen sollten Inhalte möglichst barrierefrei gestaltet werden – etwa durch gut lesbare Schriftgrößen, ausreichende Kontraste und barrierearme Bedienmöglichkeiten.

 

Sonderfall: Was ist bei LED-Walls erlaubt?

In Österreich spielt bei der Genehmigung von LED-Walls im Straßenverkehr die RVS 05.06.12 eine wichtige Rolle. Sie enthält technische Empfehlungen zur Gestaltung von Werbung im Straßenumfeld, um Ablenkungen und Gefährdungen zu vermeiden.

Dabei sind insbesondere folgende Aspekte relevant:

  • Werbung darf Verkehrszeichen, Ampeln oder Warnsignale nicht imitieren.
  • Für Bildwechsel, Animationen und bewegte Inhalte gelten Einschränkungen.
  • Helligkeit, Positionierung und Sichtbarkeit müssen mit der Verkehrssicherheit vereinbar sein.

Welche Anforderungen im konkreten Fall gelten, hängt unter anderem vom Standort und der behördlichen Genehmigung ab.

In diesem Artikel gehen wir ausführlich darauf ein. 

 

Anforderungen an Digital Signage
7 wichtige Anforderungen für die Nutzung von Digital Signage 1024 576 Sebastian Loos

7 wichtige Anforderungen für die Nutzung von Digital Signage

7 WICHTIGE ANFORDERUNGEN FÜR DIE NUTZUNG VON DIGITAL SIGNAGE

In diesem Artikel nennen wir die sieben wichtigsten Anforderungen für die Nutzung von Digital Signage Anwendungen.

Zuletzt aktualisiert 10.08.2026

Digital Signage verspricht diverse Vorteile, aber ohne Strategie erreicht dein Unternehmen seine Marketingziele trotzdem nicht. Digital Signage Lösungen sind nämlich regelrecht Bestandteil einer umfassenden Planung, die auch Fragen bezüglich der Inhalte oder Standorte berücksichtigt. Nachfolgend präsentieren wir deshalb die sieben wichtigsten Anforderungen für die erfolgreiche Nutzung von Digital Signage.

Anforderungen Digital Signage

Die Anforderungen an Digital Signage im Überblick

Auf die richtige Zielsetzung kommt es an

Befasse dich zunächst mit der Zielsetzung und leite erst dann die nachfolgenden Schritte ein. Beziehe auch, falls möglich, KPIs zur Erfolgsmessung mit ein, beispielsweise die Verkaufszahlen oder wie viele Leute an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Folgende Fragen helfen dir dabei, Ziele richtig zu definieren:

  • Was möchte dein Unternehmen erreichen?
  • Fokus: Mehr Verkäufe oder Markenbekanntheit?
  • Wie wichtig ist eine verbesserte User Experience?
  • Gibt es Schwierigkeiten bei der internen Kommunikation, die mit Digital Signage behoben werden müssen?

Bei der Content-Planung kommt es insbesondere auf deine Zielgruppe an. Die vielen Gestaltungsmöglichkeiten von Digital Signage bieten deinem Unternehmen zwar Vorteile bei der Contenterstellung, aber du musst schließlich (potentielle) Kunden überzeugen und nicht blind mit (Werbe-) Botschaften bespielen. Erstelle Inhalte daher fokussiert und zielführend. 

 

Budgetplanung

Die Budgetplanung berücksichtigt nicht nur die Anschaffung von Digital Signage mit Software und Hardware, sondern auch um Personalkosten für die Contenterstellung. Digital Signage bietet dir zwar Kostenvorteile im Vergleich zu klassischen Werbemethoden, aber die Anwendungen sind dennoch kein Selbstläufer. Dein Team muss sich erst mit den Funktionen befassen, Testläufe durchführen und verschiedene Formate ausprobieren. Hieraus entsteht ein finanzieller Mehraufwand – deshalb planst du dein Budget lieber etwas großzügiger. 

Eine Frage wird uns besonders oft gestellt: Wie steht es um die Kosten? Pauschal kann man das nicht beantworten, aber in unserem Artikel „Was kostet Digital Signage?“ gehen wir auf diese Frage so genau wie möglich darauf ein und nennen ein Beispielangebot. 

 

Contenterstellung

Wie bereits erwähnt, bietet Digital Signage deinem Unternehmen abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Im Fokus steht aber deine Zielgruppe. Es kommt vor allem darauf an, solche Content-Ideen umzusetzen, die förderlich für dein Unternehmen sind. Videos funktionieren generell sehr gut, aber FRAMR. Signage bietet dir noch andere Module für eine zielgerichtete Ansprache. Beispielsweise Bildergalerien, Countdowns und Text-to-Speech.

Unser Tipp: Sei kreativ! Berücksichtige das Branding und die Wünsche deiner Zielgruppe – und probiere dann mehrere Varianten aus, um zu sehen, ob Inhalte funktionieren oder nicht. Dank der Monitoring-Funktionen von Digital Signage kannst du KPIs auswerten, um herauszufinden, was deiner Zielgruppe gefällt.

 

Standortwahl

Auch der Standort ist ausschlaggebend für die Nutzung von Digital Signage. Nur so stellen Unternehmen sicher, dass sie die Anwendungen für die Mitarbeiterkommunikation oder Werbung richtig verwenden. Die Bildschirme sollten nicht zu hoch platziert sein, aber auch nicht zu unscheinbar. Wiederum sollten Sie auch nicht den Weg blockieren. 

Idealerweise sind Digital Signage Anwendungen gut sichtbar, aber nicht störend oder zu auffällig. Die nachfolgenden Bilder zu unseren Kundenprojekten schärfen dein Gespür für den richtigen Standort:

Digital Signage in der Pluscity

Digital Signage Herzlich Willkommen

-> Du möchtest mehr zur Standortwahl erfahren und was strategisch zu beachten ist? Dann empfehlen wir dir unseren Artikel zur Standortwahl von Digital Signage.

Es kommt auch auf deine Branche an. In einem kleinen Store sind Digital Signage Anwendungen sowohl im Schaufenster als auch hinter dem Tresen gut platziert. In einer Mall ist es hingegen praktischer, Infoterminals neben dem Eingang aufzustellen, um eine gute Navigation zu gewährleisten. 

 

Zeitlicher Rahmen

Digital Signage ist zwar schnell einsatzbereit, aber du musst die Anwendungen erst kennenlernen. Bis du mit allen Funktionen vertraut bist, vergehen durchaus ein paar Wochen. Das bekannte Sprichwort “Gut Ding will Weile haben” passt hier gut – nimm dir ausreichend Zeit, um die Funktionen kennenzulernen. 

Wie bereits erwähnt, musst du auch den Personaleinsatz berücksichtigen. Dein Team ist mit den Anwendungen nicht vertraut und benötigt eine Einarbeitungsphase. Marketers kennen die individuellen Softwareanforderungen noch nicht und abteilungsübergreifend ist darauf hinzuweisen, dass der Informationsaustausch künftig über Digital Signage erfolgt. Solche Prozesse beanspruchen Zeit. 

 

Kenne die individuellen Anforderungen

Jedes Unternehmen ist anders und somit auch die Anforderungen. Das bezieht sich nicht nur auf die Zielgruppe, sondern auch auf den Standort, den Ressourceneinsatz und die Anwendungsmöglichkeiten. Zwar gelten die bisher genannten Anforderungen für alle Unternehmen gleichermaßen, aber noch wichtiger sind die individuellen Voraussetzungen und auch mögliche Hürden.

Beispiel: Digital Signage Displays befinden sich idealerweise auf Augenhöhe und an Hotspots (z. B. Eingänge). Dadurch fallen sie schnell auf und deine Zielgruppe ist besser auf die Inhalte konzentriert. Jedoch ist es nicht allen Unternehmen möglich, Displays am Eingang zu platzieren. In diesem Fall ist es schwierig, die Anforderungen zu erfüllen und es müssen Alternativen her. Welche das sind, hängt von deinem Unternehmen ab – entweder schaffst du Platz oder stellst die Displays woanders auf. 

 

Digital Signage Warnhinweis Cyber Security

 

Sei dir aller Vorteile bewusst

Digitale Signage ist ein Allrounder und bietet dir Vorteile in puncto Effizienz, Verbesserung der Kommunikation und beim Ausbau organisatorischer Strukturen. Diese Vielseitigkeit solltest du für dein Unternehmen nutzen.

Beispiel: Du planst, Werbekampagnen mit Digital Signage zu erstellen und verfolgst klare Ziele damit. Nach zwei Jahren möchtest du den Einsatzbereich von Digital Signage aber erweitern und die Anwendungen als Präsentationsmedium für Inhouse-Schulungen verwenden. Digital Signage kannst du problemlos skalieren, indem du verschiedene Anwendungsbereiche erschließt und gleichzeitig Marketing, Kommunikation und Navigation verbesserst. 

Lege dich erstmal auf ein Ziel fest und mache dich mit Digital Signage Anwendungen vertraut. Anschließend kannst du die Einsatzbereiche erweitern und die Kommunikationsstrukturen in deinem Unternehmen ganzheitlich verbessern. 

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    Die richtige Standortwahl für Digital Signage Anwendungen 994 537 Sebastian Loos

    Die richtige Standortwahl für Digital Signage Anwendungen

    Die richtige Standortwahl für Digital Signage Anwendungen

    Zuletzt aktualisiert am 30.06.2026

    Aus einer Statistik geht hervor, dass Zielgruppen 89 Prozent der Werbung vergessen. Die Gründe reichen von unkreativen Werbebotschaften bis hin zu den falsch gewählten Werbeplattformen. Im Falle von Digital Signage kommt ein weiterer Aspekt hinzu, nämlich schlecht platzierte Displays. 

    Als Anbieter und Entwickler von Digital Signage Software kennen wir die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Nutzung und blicken auf jahrelange Erfahrung in der Beratung bezüglich der Anforderungen zurück. Dieser Artikel unterstützt nicht nur dein Marketing, sondern hilft dir generell bei der Standortwahl von Digital Signage – unabhängig vom Einsatzbereich. 

    Tipps für die richtige Standortwahl

    Pauschal lässt sich die Frage nach dem besten Standort für Digital Signage Displays nicht beantworten. Jedes Unternehmen ist anders und hat eine individuelle Einrichtung sowie Ziele, die über den Einsatzbereich entscheiden. Unsere nachfolgenden Tipps richten sich ganz allgemein an alle Unternehmen und berücksichtigen verschiedene Anwendungsszenarien:

    • Platziere Displays gut sichtbar. Idealerweise fallen sie direkt ins Auge, ohne dabei aufdringlich zu sein.
    • Displays sollten auf Augenhöhe sein, damit sie leicht zugänglich sind.
    • Achte bei der Standortwahl darauf, welche Botschaft dein Unternehmen kommuniziert. 
    • Displays mit wichtigen Informationen sollten höher platziert werden, damit sie besser ins Auge fallen und nicht von anderen Personen verdeckt werden. Dazu gehören Wegweiser, Stundenpläne oder Informationen zu Veranstaltungen. 
    • Für manche Branchen eignet sich eine Digital Signage-Erweiterung zur Sprachausgabe, um über mehrere Ebenen zu kommunizieren und die Barrierefreiheit im Unternehmen zu forcieren. 
    • Berücksichtige auch Abstände, damit sich Digital Signage Anwendungen in das ansprechende Gesamtbild deines Unternehmens einfügen.
    • Denke nicht nur an marketingrelevante Aspekte. Ohne Stromversorgung hat selbst der beste Standort keinen Wert. Auch Umgebungsgeräusche hinterlassen einen schlechten Eindruck. 
    • Vermeide Orte, die schwer zu erreichen sind und keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
    • Berücksichtige die Lichtverhältnisse am Standort. Zu viel Sonneneinstrahlung oder Dunkelheit beeinträchtigen die Sicht auf die Bildschirme. 
    • Bei Outdoor-Stelen: Vergleiche die Mietkosten für verschiedene Locations und achte darauf, dass Displays vor Vandalismus und Umweltschäden geschützt sind. 
    • Achte auf die Barrierefreiheit, damit Menschen mit Handicap Zugriff auf Informationen haben. 

     

    Passende Locations für verschiedene Anwendungsbereiche

    Bei der Standortwahl von Digital Signage Anwendungen kommt es auch auf den Einsatzbereich an. Gemeint ist nicht die Branche deines Unternehmens, sondern der Verwendungszweck und der Nutzen für deine Zielgruppe. 

    Wegweiser und Infoterminals stehen idealerweise an zentralen Punkten, die leicht zu erreichen sind. Auf einer Messe hat es für Besucher zum Beispiel keinen Wert, wenn Infoterminals in Lobbies platziert sind. Die Suche nach einer Halle beginnt nämlich oft schon am Eingang. 

    Zudem sind auch mögliche Platzprobleme zu berücksichtigen – in Konzerthallen, Stadien oder auf Messen ist Besuchern nicht geholfen, wenn Infoterminals an einem schlecht zugänglichen Standort oder an solchen mit wenig Bewegungsfreiraum platziert sind. Hierbei ist auch die Barrierefreiheit zu beachten, damit beispielsweise Rollstuhlfahrer auf die Infoterminals zugreifen können. 

    Infotafeln sollten auch an leicht zugänglichen Stellen platziert sein. Um einen reibungslosen Informationsaustausch sicherzustellen, empfehlen wir Standorte mit langer Verweildauer oder zentrale Punkte (z. B. Eingänge). Je nach Einsatzort bietet es sich an, Displays höher zu platzieren, damit sie auch bei großen Menschenmengen leicht zugänglich und von Weitem sichtbar sind. Achte auch hier wieder auf unsere bereits erwähnten Tipps bezüglich der Lichtverhältnisse und Stromversorgung.


    Willkommensbereich mit Infoterminal bei Palfinger

     

    Bei Werbung bist du flexibler mit der Standortwahl. Sie sollte zwar ins Auge fallen, hat aber keine so große Auswirkung auf das Besuchererlebnis wie Infoterminals. Schaufenster oder digitale Kundenstopper vor dem Geschäft eignen sich sehr gut, um Produkte oder Angebote in Szene zu setzen. Doch auch am Eingang fällt eine Stele gut ins Auge und hat strategische Vorteile bei der Präsentation aktueller Angebote. 

    Bei der Wahl von Outdoor-Stelen kommt es eher auf den Kostenfaktor an und dass Displays sicher vor Umwelteinflüssen sind. Jedoch kannst du auch mit Displays außerhalb deiner Geschäftsräumlichkeiten kreativ werden, wie das nachfolgende Bild zeigt: 

    Digitale Werbung Ikea

     

    Digitale Preistafeln oder Speisekarten platzierst du am besten hinter der Theke bzw. hinter dem Kassenbereich. Damit fallen sie nicht nur schnell ins Auge, sondern werten auch das Erscheinungsbild deines Geschäftes auf. Preistafeln oder digitale Speisekarten sind etwas höher zu platzieren, damit sie für Besucher gut sichtbar sind.

    Digital Signage im Kino
    Digital Signage am Kassenbereich vom Hollywood Megaplex Linz

     

    Die richtige Menge der Displays

    Abgesehen von der Standortwahl spielt auch die Menge der Displays eine wichtige Rolle. Eine große Firma benötigt mehr Displays als ein Fünf-Mann-Betrieb. Wobei es auch darauf ankommt, welche Art von Content gezeigt wird. Unser Kunde Machsport aus der PlusCity hat beispielsweise mehrere Displays im Store:

    In diesem Fall macht es Sinn, mehrere Displays nebeneinander aufzustellen. Dasselbe gilt auch bei Digital-Signage-Anwendungen für die Gastronomie, die oft als Speisekarten eingesetzt werden.

    Digital Signage Pizzetti take-away

    Plant dein Team aber beispielsweise mit Digital Signage für die Patienteninformation in einer Arztpraxis, reicht ein Display pro Räumlichkeit aus. Schlussendlich kommt es aber auf die individuellen Anforderungen und die Ziele deines Unternehmens an. 

    Die Standortwahl ist regelrecht eines von vielen Kriterien, um Digital Signage effizient zu nutzen. In unserem Artikel “7 wichtige Anforderungen für die Nutzung von Digital Signage” fassen wir die wichtigsten Voraussetzungen zusammen, um die Anwendungen zielführend einzusetzen. 

     

    Auch die Form und Anwendungsszenarien sind entscheidend

    Berücksichtige bei der Standortwahl auch die flexiblen Anwendungsmöglichkeiten. Möglicherweise plant dein Unternehmen mit Digital Signage für die Mitarbeiterinformation, aber du kannst die Anwendungen auch für zukünftige Werbekampagnen verwenden. Daher empfehlen wir, einen Blick auf verschiedene Anwendungsszenarien zu haben und dementsprechend mit mehreren Standorten oder mehreren Displays zu planen. 

    -> Du benötigst noch Hilfe bei der Auswahl der richtigen Displays? Unser Artikel „In 3 Schritten zum richtigen Digital Signage Display“ hilft dir dabei.

    KOSTENLOSE EINSCHÄTZUNG

    Wie kannst du Digital Signage sinnvoll nutzen?

    Kein Verkaufsgespräch. Du sagst uns kurz, was du vorhast – wir sagen dir ehrlich, was für deinen Anwendungsfall Sinn macht.

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